Magnesiumsilicat​

Magnesiumsilicat (auch Magnesium Silicat oder E 553a) ist eine Gruppe mineralischer Verbindungen aus Magnesium, Silicium und Sauerstoff. Es handelt sich dabei nicht um ein „gesundes“ Magnesiumsalz im ernährungsphysiologischen Sinn, sondern vor allem um einen technischen Zusatzstoff.

Magnesiumsilicat

Magnesiumsilicat (auch Magnesium Silicat oder E 553a) ist eine Gruppe mineralischer Verbindungen aus Magnesium, Silicium und Sauerstoff. Es handelt sich dabei nicht um ein „gesundes“ Magnesiumsalz im ernährungsphysiologischen Sinn, sondern vor allem um einen technischen Zusatzstoff.

 

Was ist Magnesiumsilicat?

 

Magnesiumsilicat ist ein unlösliches, mineralisches Silicat, chemisch zum Beispiel als Mg₂SiO₄ oder MgSiO₃ beschrieben. Je nach Kristallstruktur spricht man von Forsterit oder Enstatit. In der Natur kommt Magnesiumsilicat in verschiedenen Gesteinen vor, in der Industrie wird es auch synthetisch hergestellt.

 

Im Unterschied zu gut löslichen Magnesiumsalzen füllt Magnesiumsilicat im Wasser keine Rolle als echte Magnesiumquelle. Es bleibt weitgehend als feiner Feststoff erhalten und wird vom Körper kaum aufgenommen. Deshalb wird es in der Lebensmitteltechnologie als Füllstoff oder Fliesmittel eingesetzt, nicht als Nährstoff.

 

Wie verhält sich Magnesiumsilicat im Körper?

 

Aus gesundheitlicher Sicht ist vor allem die Bioverfügbarkeit entscheidend: Der Körper kann nur Magnesium in löslicher, ionischer Form (Mg²⁺) aufnehmen.

  • Lösliche Verbindungen wie Magnesiumcitrat, -malat oder -chlorid liefern tatsächlich verwertbares Magnesium.
  • Magnesiumsilicat ist praktisch unlöslich in Wasser und bleibt im Verdauungstrakt partikulär, ähnlich wie Talkum.

Das bedeutet:  

Magnesiumsilicat wird zum grössten Teil wieder ausgeschieden und trägt nicht spürbar zur Magnesiumversorgung bei.
In kleinen Mengen gilt es als toxikologisch akzeptabler Zusatzstoff. Es ist jedoch ausdrücklich nicht als Magnesium-Nährstoff eingestuft, sondern als technologischer Hilfsstoff mit begrenztem Einsatzbereich.

 

Wofür wird Magnesiumsilicat eingesetzt?

 

Unter der Bezeichnung E 553a wird Magnesiumsilicat vor allem als:

 

  • Fliesmittel (z. B. in Tabletten oder Pulver, um Verklumpen zu verhindern),
  • Füllstoff in pharmazeutischen und technischen Produkten,
  • Bestandteil mancher industrieller Mineralmischungen verwendet.

In diesen Anwendungen steht die technische Funktion im Vordergrund (Stabilität, Rieselfähigkeit), nicht ein gesundheitlicher Mehrwert. Für die gezielte Magnesiumaufnahme ist Magnesiumsilicat daher nicht geeignet.

 

Spielt Magnesiumsilicat im Trinkwasser eine Rolle?

 

Vereinzelt setzen Hersteller auf Kartuschen oder Granulate, die Wasser mit Silicat und Magnesium „mineralisieren“ sollen. Aus ernahrungsphysiologischer Sicht ist dabei wichtig:

 

  • Silicat-Anteile selbst liefern kein sinnvoll verwertbares Magnesium,
  • die Wirkung auf den tatsächlichen Magnesiumstatus ist im Vergleich zu ernährungsüblichen quellen zu vernachlässigen,
  • das Hauptziel solcher Filter ist oft Geschmacksveränderung oder Marketing, nicht eine umfassende Wasserreinigung.

Für die Trinkwasserqualität entscheidend ist dagegen, dass Schadstoffe wie PFAS, Pestizide, Schwermetalle, Mikroplastik oder Medikamentenrückstände zuverlässig entfernt werden. Das lässt sich nicht durch Silicat-Zusatzlösungen erreichen, sondern nur durch hocheffiziente Filtrationstechnologien.

 

Magnesiumsilicat, Silicat und gesunde Magnesiumzufuhr

 

Wer seine Magnesiumversorgung gezielt verbessern möchte, sollte sich nicht auf Silicat-basierte Partikel im Wasserverlassen.

Wesentlich sinnvoller sind:

 

  • eine ausgewogene Ernährung mit magnesiumreichen Lebensmitteln (Nüsse, Samen, Vollkorn, Hülsenfrüchte),
  • bei Bedarf gut untersuchte, lösliche Magnesiumverbindungen

Magnesiumsilicat bleibt damit, trotz seines Namens, vor allem eines: ein technischer Silicat-Zusatz, nicht das „ideale“ Magnesium für den Körper.

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